FFRM - Förderverein Flensburg Regional Marketing

 

Projekte — Rating — Einleitung

Einleitung | Rating | Checks | Verbesserung | Ansprechpartner | Links

- Basel II - Um was geht es?
- Was ist Rating?
- Geschichte und Zukunft von Basel II

Basel II - Um was geht es?
Die Institution, die hinter den unter dem Stichwort "Basel II" bekannt gewordenen Regeln steht, ist der Baseler Ausschuß für Bankenaufsicht. Diese setzt sich aus Vertretern der Bankenaufsichtsbehörden und Zentralbanken der wichtigsten Industrieländer zusammen.

Eine Zielsetzung dieses Ausschusses ist eine internationale Vereinheitlichung der Eigenkapitalvorschriften für Banken. Die heutige Eigenkapitalbindung für alle Kredite an den Mittelstand beläuft sich auf 8 %. Künftig hängt die Höhe vom individuellen Risiko jedes einzelnen Kreditgeschäftes ab.

Risikoärmere Kredite, d. h. Kredite mit einer geringeren Ausfallwahrscheinlichkeit, binden dann weniger Eigenkapital der Bank und verursachen somit auch geringere Eigenkapitalkosten; Geschäfte mit einem größeren Risiko sind mit einem höheren Eigenkapitalanteil zu unterlegen, was zu steigenden Eigenkapitalkosten für diese Kredite führt.
Basel II richtet die Kreditvergabemöglichkeiten von Banken und Sparkassen aus auf Eigenkapital und Bonitätsstruktur des Kreditbestandes. Damit trägt Basel II zur Stabilität des Finanzsystems bei.

Die Ausfallwahrscheinlichkeiten von Krediten sind abhängig von der Bonität des jeweiligen Kreditnehmers. Die Einschätzung der Bonität eines Kunden erfolgt mittels sogenannter Rating-Verfahren.

Die Basel II-Richtlinien sehen vor, dass in Zukunft die Bonität jedes Kreditnehmers vor einer Kreditvergabe zwingend bewertet werden muß.


Basel II richtet die Kreditvergabemöglichkeiten von Banken und Sparkassen aus auf Eigenkapital und Bonitätsstruktur des Kreditbestandes. Damit trägt Basel II zur Stabilität des Finanzsystems bei.

[ oben ]

 

Was ist Rating?
Im Ratingprozess werden die erfolgsrelevanten Merkmale eines Unternehmens mit Hilfe von statistischen Verfahren untersucht.

Mit dem Rating soll so eine Bonitätsaussage über ein Unternehmen getroffen werden.

Handelt es sich um ein gesundes und wirtschaftlich stabiles Unternehmen? Oder besteht die Gefahr, dass dieses Unternehmen zahlungsunfähig wird und einen Insolvenzantrag stellt?

Das Ergebnis eines Ratingprozesses ist die Vergabe einer Note, der sogenannten Ratingklasse - für jedes Unternehmen. Trotz der wirtschaftlichen Aussage, die ein Rating über das Risiko eines jeden Kredites gibt, bedeutet dieses jedoch nicht die abschließende Entscheidung, ob ein Kredit vergeben wird oder nicht.

Hier sprechen noch einige andere Kriterien eine Rolle, wie z. B. Sicherheiten, Kreditvolumen, Laufzeit, Verwendungszweck und Kapitaldienstfähigkeit.

Rating ist ein mathematisch-statistisches Beschreibungsmodell, welches die ausfallrelevanten Merkmalausprägungen eines Kreditnehmers in eine Bonitätsaussage (Ratingnote, Ausfallwahrscheinlichkeit) transformiert.

[ oben ]

 

Geschichte und Zukunft von "Basel II"

1988 - " Baseler Akkord"
mittlerweile Basel I genannt, womit erstmals international gültige Anforderungen an die Kredit institute zur Unterlegung von Krediten mit Eigenkapital in Höhe von grundsätzlich 8 % festgelegt wurden.

1996 - " Baseler Marktrisikopapier"
womit als Folge der rasanten Entwicklung
neue Finanzierungsinstrumente die Banken verpflichtet wurden, auf ihre sogenannten Marktpreisrisiken mit Eigenkapital zu unterlegen.

1998
Beschluss, den Baseler Akkord von 1988 grundlegend zu überarbeiten.

Ziel:
Eigenkapitalunterlegungspflicht der Kreditinstitute stärker an die individuellen Risiken anzupassen.

Oktober 2003
Geplanter Veröffentlichungstermin der Endfassung des Basel II Akkords

bis Ende
2006 Umsetzung in nationales Recht

01.01.2007
Basel II soll endgültig in Kraft treten und gleichzeitig per EU-Richtlinien für alle Kreditinstitute innerhalb der Gemeinschaft verbindlich werden.

[ oben ]