FFRM - Förderverein Flensburg Regional Marketing

 

Übersicht — Projekte 2004 — 1. Stammtisch 2004

1. Stammtisch 2004
Wer den 1. Stammtisch des Fördervereins Flensburg Regional Marketing am 11.03.2004 besucht hat, bekam schnell den Eindruck, dass hier endlich einmal Tacheles gesprochen wurde.
Kein vorsichtiges Andeuten, kein politisches Taktieren - endlich wurde formuliert, was den Aktiven in Flensburg schon lange auf der Seele liegt:
der Fisch stinkt vom Kopf her, der Oberbürgermeister scheint die Bedeutung des Tourismus für Flensburg mit seinen Wertschöpfungsmöglichkeiten noch nimmer nicht erkannt zu haben.

Rund vierzig Interessierten aus den unterschiedlichsten Sparten haben wieder einmal die Gelegenheit des FFRM-Stammtisches genutzt, um Flensburg gemeinsam ein weiteres Stück nach vorne zu bringen.

Die provokanten Fragen aus den Reihen des Vorstandes des FFRM setzen die ehrliche Diskussion in Gang, nachdem Dirk Nicolaisen von der IHK zu Flensburg die Ergebnisse des Flensburger Tourismusgipfels vorgestellt hat.

Bereits bei dieser Veranstaltung des Fördervereins Flensburg Regional Marketing in Zusammenarbeit mit der IHK ist deutlich geworden, dass es für Flensburg und die Region zu viele kleine Könige und selbsternannte Tourismusfachleute gibt. Auf Grund der zeitlichen Komponente ist es jetzt wichtig, weichenstellende Entscheidungen für Flensburg zu treffen, um vor allem die Arbeitsplätze im Bereich des Tourismus zu sichern. Das kann nur funktionieren, wenn alle rund zwanzig Institutionen gemeinsam arbeiten.

Bei der sich hieran anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass vor allem die Stadt Flensburg noch immer die wichtigen Entscheidungen vor sich her schiebt.

Rolf Meieriks, vom FFRM-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Meeves direkt zu diesem Thema angesprochen, konnte als Vertreter der IG-Innenstadt keine plausible Erklärung bieten, warum es in Flensburg an politischem Engagement mangelt. Vielmehr verwies er auf die Aktivitäten der Flensburger Kaufleute durch die finanzielle Unterstützung der FTS.

Schnell wurde aber deutlich, wo auch bei der FTS der Schuh drückt: solange Flensburg unter den "Einheitsveranstaltungen" wie Tummelum leidet, kauft kein Besucher dieser Feste bei den Flensburger Kaufleuten, sondern steht lieber an den zahlreichen Bier- und Würstchenständen. Aktionen wie "Offene Sonntage" würden sich schon deshalb nicht lohnen.

Auch Kay Meesenbug, noch amtierender Geschäftsführer der FTS, mischte sich in die Diskussion ein und machte deutlich, dass sein finanzieller Spielraum mit einer "freien Spitze von 10.000,00 Euro" keine großen Marketingmaßnahmen zulassen kann.

Natürlich gab es viel Kopfschütteln bei den Zuhörern aber auch den ungebrochenen Willen, jetzt endlich aktuv zu werden und sich diesen Zustand nicht länger gefallen zu lassen. "Schließlich wählen wir uns unsere Politiker selbst!" war der Tenor der Veranstaltung.

Bei so viel Aufbruchstimmung wurde auch das neue FFRM-Projekt des European Minority Marahtons "YOU!MM" mit Begeisterung aufgenommen. Sofort konnten Unterstützer für die Veranstaltung im September gefunden werden, die sich nicht finanziell, sondern durch Eigenengagement einbringen werden.

Der nächste Stammtisch des Fördervereins Flensburg Regional Marketing findet vor den Sommerferien statt.

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