Historie

Die Vorgeschichte

"Eine positive Vision haben und diese konsequent verfolgen", so gaben im Juli 1993 Lewe T. Volquardsen und Hans Götz von Reiche den Startschuss zum Flensburg Regional Marketing. Die Vision, die beiden vorschwebte, war, dass ein übergeordnetes Marketinginstrument für ihr "geliebtes" Flensburg geschaffen würde. Die damals aktuellen Erfahrungen mit rückgehenden Umsätzen und Geschäftsaufgaben in der Innenstadt, aber auch das Gefühl, dass in der Region Flensburg wenig zusammenlaufe zwischen den Unternehmern und zwischen Wirtschaft und Verwaltung, war Triebfeder, die Vision energisch zu verfolgen. So bestand über den grundsätzlichen Ansatz auch sofort Klarheit:

  • Förderung des Standortes Region Flensburg durch alle, die diesbezüglich ein geschäftliches Anliegen haben, d.h. branchenübergreifend
  • Organisation einer sachorientierten und politikfremden Diskussion mit der Verwaltung
  • Stärkung des Wir-Gefühls im ersten Schritt mit einem glaubwürdigen Produkt Region Flensburg nach außen treten
  • Vermarktung der Region Flensburg, d.h. der Stadt und der Umlandgemeinden im zweiten Schritt
  • Schnelle uns sichtbare Erfolge durch konkrete Projektumsetzung

Flensburg war im bundesdeutschen Vergleich Rekordhalter im Aufbau eines Regionalmarketings, so schnell schaffte es keine andere Stadt. Zudem gelang es in Flensburg, das Unternehmen aus rein privatwirtschaftlicher Kraft in Gang zu bringen.

Im Juli startete die Konzeption, wobei Hans-Götz von Reiche und Lewe T. Volquardsen. Schon am 02. September 1993 hieß es in der regionalen Presse "Frischer Wind für die Fördestadt".
Im weißen Saal des Glücksburger Schlosses fand die Gründungsversammlung des Flensburg Regional Marketing statt. Für die ersten drei Jahre waren zusammen bereits 400.000 DM zugesagt.

" Der Optimismus ist groß. Wir haben jede Menge Ideen und Denkansätze, die wir entwickeln wollen. Wir werden künftig alles daran setzen, um unsere wunderschöne Region einfach noch besser anzubieten und zu verkaufen, so Hans-Götz von Reiche, der zum Vorsitzenden gewählt wurde. Und Thomas Liebelt, neu gewähltes Vorstandsmitglied: "Die Leute in der Fremde müssen swingen, wenn sie nur den Namen Flensburg hören, das wollen wir erreichen, das ist unser Ziel."

Nur zwei Monate später, im November 1993, hatte das Flensburg Regional Marketing bereits 80 Sponsoren. Über den nun folgenden Entwicklungsprozess des Flensburg Regional Marketings schrieb die FAZ am 31. Mai 1994:

"Damit das Regional Marketing zu einem planvollen Entwicklungsansatz für die Region werden konnte, wurde von Oktober 1993 bis März 1994 ein Strategieentwicklungsprozess initiiert, an dem alle Sponsoren und weitere Experten der Region teilnahmen. Es wurde eine Stärken- und eine Chancen-, Risikenanalyse erarbeitet. Am Ende bestanden für jeden der Förderbereiche umfassende Kataloge von Maßnahmen. Insgesamt wurden mehr als 50 Einzelmaßnahmen entwickelt."

Im April 1994 konnte ein Marketingplan für die Region vorgelegt werden, dessen operative Umsetzung durch die ausgewählten Projekte festgeschrieben war. Das Flensburger Tageblatt schrieb zum Abschluss des Strategieentwicklungsprozesses am 28. April 1994: "Flensburg zeigt Flagge, die Denkphase ist vorbei - Regional Marketing startet durch."

Als wichtigste strategische Ziele werden festgehalten:

  • Die Stärkung und Vermarktung des maritimen Charakters der Region Flensburg
  • Die Stärkung des Wir-Gefühls in der Region
  • Flensburg-Leitsysteme für Touristen, Bürger und Unternehmen
  • Ein Förder- und Koordinationsinstrument für die bestehenden Vereine und Verbände

In den Folgemonaten startete die Projektumsetzung durch. Begleitet durch eine sehr aktive Fachgruppenarbeit, an der mit unverändert starkem Engagement bis heute über 200 Teilnehmer aus Wirtschaft, Kultur und Verwaltung teilnehmen konnten.

Der Ansatz

Der Grundgedanke des Flensburg Regional Marketing ist einfach. FFRM ist ein Instrument, mit dem die Unternehmen der Region ihre Individualwerbung durch ein koordiniertes Marketing für ihren Standort ergänzen können.
Um das Standortmarketing leisten zu können, kaufen sich die im Regional Marketing zusammengeschlossenen Unternehmen jährlich in einen Sponsoren-Pool ein. Das Budget des Sponsoren-Pools wird für die Umsetzung konkreter Projekte verwendet.

Die Projekte werden nicht vom Sponsoren-Pool selbst umgesetzt, sondern, um eine professionelle und schnelle Abarbeitung zu gewährleisten, fremdbeauftragt. Damit kann, ohne großen Verwaltungsaufwand, eine Vielzahl vonProjekten schnell und unbürokratisch bewältigt werden.

Die Projektvorschläge kommen im wesentlichen aus der Fachgruppenarbeit. Hier bilden Fachgruppensprecher die Schnittstelle zum Sponsorenpool, der von einem gewählten Vorstand verwaltet wird. Jede Fachgruppe hat einen Anteil am Gesamtbudget, für den sie Projekte beantragen kann.
Zusätzlich gibt es einen freien Budgetanteil, auf welchen jeder Bürger der Region Flensburg Projektanträge stellen kann.

Mit der Projektumsetzung werden Organisationen aus der Region Flensburg beauftragt, so fließt das gesamte Geld des Sponsorenpools direkt wieder in die Region zurück.
Die geförderten Projekte müssen einen übergreifenden Charakter haben, die Region attraktiver machen. Sie dürfen nicht direkt den geschäftlichen Interessen Einzelner oder einzelner Gruppen dienen oder politisch orientiert sein.
FFRM soll allen Beteiligten Spaß bringen. Flexibilität, Schnelligkeit und Umsetzungsorientierung sind die wichtigsten Prinzipien.

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Der Förderverein lebt von der Kompetenz und Erfahrung seiner Mitglieder. Als örtlich ansässige Betriebe haben wir ein wesentliches Interesse an der Verbesserung der allgemeinen Rahmenbedingungen in der Region Flensburg und Umgebung.

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